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Faktencheck

Kreative Service-Aktionen, kuriose Kunden wünsche und ein überraschender Blick ins Innere der Konsumenten.

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Kokusnuss-Beauftragter

Ein Job für alle, die hoch hinaus wollen: Das Ritz-Carlton auf der Karibikinsel St. Thomas beschäftigt einen Kokosnuss-Beauftragten, der Hotelgäste vor herabfallenden Palmfrüchten bewahrt. Mehrmals täglich klettert er auf die Palmen des Hotelgeländes und erntet vorsorglich alle reifen Kokosnüsse ab.

Wasserrutschen-Tester

Es war der wohl coolste Studentenjob des Jahres: 2013 durfte der 22-jährige Seb Smith aus dem britischen Leeds für einen Tourismuskonzern Wasserrutschen testen. Ein halbes Jahr lang reiste er durch die Welt, um 20 Rutschen auszuprobieren, darüber zu twittern und bei Facebook zu posten. Für diese „Arbeit“ wurde er mit umgerechnet rund 34.000 Euro belohnt.

 

Unglückliche Optimierer

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Ein weißes T-Shirt zu kaufen, ist alles andere als einfach – zumindest für manche. Während sich die einen mit dem erstbesten weißen T-Shirt begnügen, vergleichen die anderen fleißig: unter anderem das Material, die Passform, den Ausschnitt und die Marke. Die Psychologie unterscheidet hier zwischen Satisficern und Maximizern. Die Satisficer geben sich schnell zufrieden. Wenn etwas ihren Ansprüchen genügt, greifen sie zu, halten an ihrer Entscheidung fest und sind glücklich damit. Ganz anders die Maximizer. Sie wollen das Maximum herausholen, ziehen viele Optionen in Betracht – und haben damit die Wahl, aber auch die berühmte Qual. Ihre Entscheidungen sind zwar meist gut durchdacht, aber glücklich sind sie damit fast nie.

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Die ausgefallenen Wünsche der Stars

Du hast ein mulmiges Gefühl dabei, die Pröbchen aus dem Hotelzimmer mitgehen zu lassen oder jeden Tag ein neues Handtuch zu benutzen? Alles nichtig, verglichen mit den Wünschen von Stars und Sternchen. Hier ein Überblick:


Beyoncé fordert für ihre Tour überall weiße Möbel. Alle Räume müssen auf genau 22,2 Grad temperiert sein und es gilt absolutes Fotoverbot. Außerdem müssen alle Crew-Mitglieder reine Baumwollkleidung tragen und nach dem Auftritt müssen Eiswürfel bereitstehen, damit sie sich ihren Hals kühlen kann.


Lady Gaga legt Wert auf Handtücher, die nach Lavendel duften. Ebenso wie auf Lavendel-Seife, Lavendel-Gesichtswasser und Lavendel-Duschgel, das im Bad bereitstehen muss. Backstage zieht sie sich gerne in ein Sauerstoffzelt zurück.


Madonna lässt an jedem Ort ihrer Konzerte einen neuen Toilettensitz installieren, auf dem nur sie sitzen darf. Zudem verlangt die Queen of Pop einen Meditationsraum und geweihtes Kabbala-Wasser für sich selbst und ihre 200-köpfige Crew.

Worüber ärgern sich Hotelgäste am meisten?

  • 65,5 % Zusätzliche Kosten für Internet, Parkplätze etc.
  • 53,9 % Fehlende Servicebereitschaft
  • 48,2 % Auswahl beim Frühstück
  • 45,9 % Bett zu unbequem
  • 43,1 % Unsaubere Zimmer

Postschalter unter Wasser

Ganz besondere Urlaubsgrüße kann man seinen Liebsten aus dem kleinen Inselstaat Vanuatu zukommen lassen: Knapp 50 Meter vor der Küste der Insel Hideaway nimmt die weltweit erste Unterwasser-Postfiliale Ansichtskarten von Besuchern aus aller Welt entgegen – und das in drei Metern Tiefe. Der Standpunkt des kleinen Postschalters wurde so ausgewählt, dass Taucher die wasserfesten Postkarten kaufen und versenden können. Für alle, die es nicht schaffen, selbst zum Schalter abzutauchen, steht ein Unterwasserbriefkasten zur Verfügung. Seit der Eröffnung zählt die Unterwasserpost schon mehr als 100.000 Kunden.

Bezahlter Beifahrer

Vollgestopfte Straßen sind in der Zehn-Millionen-Metropole Jakarta Alltag. Um die Abgasbelastung einzudämmen, dürfen in der indonesischen Hauptstadt nur noch Autos mit mindestens dreiköpfiger Besatzung im Berufsverkehr fahren. Pfiffige Bewohner haben daraus eine Geschäftsidee entwickelt und bieten nun ihren Mitbürgern an, gegen Bezahlung als „Jockeys“ in den Autos mitzufahren.

 

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Golfballtaucher

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Sauerstoffflasche statt Laptoptasche: Rund 65 Euro pro Stunde lassen sich in den großen Country Clubs Amerikas als professioneller Golfballtaucher verdienen. Ausgerüstet mit Neoprenanzug, Tauchermaske und –flossen suchen die Profis mehrere Stunden pro Tag in den Teichen auf Golfplätzen nach versunkenen Bällen. Während der Berufszweig in Deutschland noch kaum bekannt ist, boomt das Geschäft in den USA: Dort sammelt ein professioneller Taucher im Schnitt mehrere tausend Golfbälle pro Jahr.

 

Geiz ist geil, gratis ist geiler

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Was nichts kostet, ist auch nichts – heißt es. Doch die meisten Kunden denken: Was nichts kostet, kann nicht falsch sein. Das beweist ein Experiment des US-Psychologen Dan Ariely. Er ließ seinen Versuchspersonen die Wahl: Möchten sie 26 Cent für ein Ferrero Rocher ausgeben oder einen Cent für die einfachere, aber beliebte US-Praline Hershey’s Kiss? Je 40 Prozent verteilten sich auf die beiden Süßigkeiten, 20 Prozent verzichteten. Trotz niedrigerem Preis war die günstigere Praline nicht beliebter als die teurere. Anders sah es aus, nachdem Ariely den Preis jeweils um einen Cent senkte. 90 Prozent stürzten sich auf den Gratis-Kiss – und nur zehn Prozent griffen zu Rocher für 25 Cent. Kunden sind also eher bereit, sich für eine Alternative zu entscheiden, die sie unter anderen Umständen abgelehnt hätten. Hauptsache sie ist gratis.

Was nervt Kunden im Restaurant am meisten?

  • 79,6 % geringe Qualität des Essens
  • 78,8 % schlechter Service
  • 57,6 % lange Wartezeiten
  • 54,8 % hohe Preise
  • 41,3 % kaltes Essen

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Dankeschön-Maschine

Dieser sprechende Bankautomat spuckte kein Geld aus – sondern Flugtickets, damit die Kundin ihre krebskranke Tochter in Trinidad besuchen kann. Und einer allein­erziehenden Mutter übergab er Sparbücher und Disneyland-Tickets für ihre Kinder. Die ausgewählten langjährigen Kunden einer kanadischen Bank staunten im Jahr 2014 nicht schlecht über diese besondere ATM (Automated Teller Machine) – in diesem Fall eine „Automated Thanking Machine“.

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