Wegweiser

„I love Agile!“

Fünf Buchstaben, die Veränderungen bedeuten: OAWOW. Patricia hat es erlebt. Sie arbeitet erfolgreich agil. In Amsterdam hilft sie als Agile Coach bei der ING allen, die noch Fragen haben. Warum das ihr Traumjob ist, erklärt sie im Interview.

Patricia, du bist ein Agile Coach mit Leib und Seele. Der One Agile Way of Working (OAWOW) ist für dich nichts Neues. Mal ganz ketzerisch gefragt: Warum eigentlich Agile?


Für mich ist Agilität eine ganz neue Art zu arbeiten, die Spaß macht und der ING bereits und der ING-DiBa hoffentlich ganz bald dabei hilft, noch erfolgreicher zu sein. Seit ich vor fünf Jahren das erste Mal mit dem Thema in Berührung gekommen bin, bin ich begeistert.

 

Warum?


Ich bin einfach der Meinung, dass der OAWOW am besten zu uns passt. Eine vernetzte, auf Kollaboration ausgelegte Denk- und Arbeitswelt bringt uns voran. Und die vielen neuen Tools für den Arbeitsalltag schaffen Flexibilität und fördern Kreativität. So arbeite ich gern.

 

gluehbirne

Wie gut kennst du den One Agile Way of Working

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Nun gibt es aber manche, die sagen, dass Agilität nur ein Trend sei. Was entgegnest du diesen Skeptikern?


Klar, die kritischen Stimmen sind mir bekannt. Aber beim Thema Agilität gilt: Nur wer – trotz aller Skepsis – wirklich agil werden will, kann im OAWOW erfolgreich sein. Ich möchte niemanden bekehren. Das funktioniert nicht.


Wie funktioniert es denn richtig?


Am Ende ist es wichtig, dass jeder – egal, ob Mitarbeiter oder Externer – von sich aus agil werden will. Neben Studium und Arbeit hatte ich eine Tanzschule, in der ich Mädchen und Frauen das Tanzen beigebracht habe. Mit der Agilität ist es wie mit dem Tanz: Es funktioniert nur mit eigenem Engagement.

Wow, und wie kommst du ganzpersönlich zum Thema Agile?


Gute Frage. Ich war bei der ING in Amsterdam Product Owner im Investment-Bereich. In diesem Kontext habe ich zufällig vor fünf Jahren einen Agile Coach kennengelernt. Und das hat mich fasziniert. Ich wollte so arbeiten wie er, und andere Menschen entwickeln. Als ich mit meinem damaligen Chef darüber sprach, dass ich mich eventuell beruflich verändern will, gab er mir den Tipp, noch ein wenig zu warten. Wenige Wochen später gab es eine Vakanz als Agile Coach. Ich bewarb mich und bekam den Job. Tja, und seitdem mache ich nichts anderes.

Historie des agilen Arbeitens

  • 1970er-Jahre

    Die erste tiefgehende Diskussion zum Thema Agilität wurde in den 1970er-Jahren vom US-Informatiker Winston Royce angestoßen, der damals ein Thesenpapier zur Entwicklung umfassender Softwaresysteme veröffentlicht hat.

  • 2001

    Das „Agile Manifest“ ist die eigentliche Geburtsstunde des agilen Arbeitens. 2001 veröffentlichten 17 renommierte Softwareentwickler eine Reihe von Paradigmen. Anfangs zielten sie ausschließlich darauf ab, bessere Wege zu finden, Software zu entwickeln.

  • 2005

    Eine Gruppe von Informatikern, angeführt von Alistair Cockburn und Jim Highsmith, übersetzte das Manifest auf die Prinzipien des Projektmanagements und befreite das agile Arbeiten erstmals aus der Informatik-Nische.

  • 2011

    In diesem Jahr kompilierte die Agile Alliance, eine globale Nonprofit-Organisation, ein „Agiles Glossar“. Die Liste ist ein sich stetig weiterent-wickelndes Open-Source-Kompendium agiler Prozesse, Begriffe und Elemente. Sie dient außerdem als Nachschlagewerk für Interessierte. Hier ist sie online zu finden.

  • 2011

    Die IT der ING in den Niederlanden macht erste agile Gehversuche.

  • 2015

    Die Umstellung der ersten ING-Unit in den Niederlanden beginnt – und mit ihr der Weg in die agile Zukunft.

  • 2018

    Die ING-DiBa führt den Agile Way of Working ein.

Warum sind Agile Coaches wichtig?

 

Das ist eigentlich ganz einfach: Ein Agile Coach unterstützt den Mitarbeiter dabei zu lernen, wie er seine Aufgabe selbst löst. Das kann bedeuten, dass der Agile Coach bei Fragen zur Seite steht oder Konflikte löst. Bei Arbeitstechniken wie Scrum und Kanban schlüpft er auch manchmal in die Rolle des Lehrers. Außerdem ist der Agile Coach so etwas wie der Botschafter des OAWOW. Das ist nicht immer einfach. 

 

Bis zum OAWOW ist es ein langer Weg, der bei manchen mit Furcht verbunden ist. Wie können Ängste überwunden werden?


Ja, es ist nicht leicht, sich von alten Gewohnheiten zu verabschieden. Und es reicht eben nicht, einfach neue Software einzuführen und die Büros in Coworking-Spaces umzubauen. Es braucht eine intensive Begleitung bei den Transformationsprozessen. Und das leisten die Agile Coaches. Alle Mitarbeiter sollten in die Veränderung miteinbezogen werden.

Okay, aber wie schaffen wir es, alle Herausforderungen zu meistern und dabei alle mitzunehmen?


Immer wieder miteinander reden, Verständnis für den Einzelnen schaffen und sich nicht entmutigen lassen. Klar: Das ist am Anfang sehr viel für jeden Einzelnen, aber wir schaffen das. So wie es in Amsterdam auch geklappt hat. Nur wenn sich jeder mitgenommen fühlt, kann der OAWOW funktionieren.

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