Faktencheck

Die Beraterbranche wächst. So viel Wachstum kommt nicht von ungefähr: Welche Branchen zu den treuesten Kunden zählen und bei welchen Themen es Beratungsbedarf gibt.

Schöne Geschichte

Kaum eine andere Branche wirkt so jung, hip und innovativ wie die Beraterbranche, dabei ist sie ein uraltes Gewerbe. Ihren Ursprung hat die Branche in Boston, USA, wo Arthur D. Little (Foto) 1886 seine erste Beraterfirma gründete. Erst zu Beginn der 1920er-Jahre entstanden dann bei uns in der heutigen Hauptstadt Berlin die ersten Unternehmensberatungen, die sich mit der Organisation von Betrieben und mit Kostenrechnungen beschäftigten. 1954 wurden dann der branchenübergreifende Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) in Bonn gegründet und die Berufsbezeichnung „Unternehmensberater“ offiziell in Deutschland eingeführt. Es dauerte also etwas, bis die Welle aus Amerika zu uns herüberschwappte – dafür entwickelt sie sich bis heute zum Tsunami für die Arbeitswelt!

Beratungsresistent oder nicht – in diesen Branchen werden am meisten Berater beauftragt:

 

  • 8,7% Öffentlicher Sektor
  • 6,9% Chemie / Pharma 
  • 6,7% Versicherungen

  • 6,5% Energie- und Wasserversorgung
  • 6,3% Maschinenbau 
  • 5,9% Kreditinstitute

  • 5,1% Technologie / Medien 

Digitale Nomaden

Digitale Nomaden sind Menschen, die selbstständig und ortsunabhängig arbeiten und dafür fast ausschließlich digitale Technologien verwenden. Und welcher Job bietet sich da bestens an? Der Beraterjob! Beratungen per
Skype, Telefon oder E-Mail durchzuführen, ist in der Beraterbranche momentan schwer angesagt, weil es von den Kunden so gewollt ist und der Begriff „digital“ für Unternehmen eine regelrecht magische Anziehungskraft entfaltet. Und Berater, die so arbeiten, haben nur Vorteile, denn sie können entscheiden, wie weit sie ihre Kreise ziehen – und im besten Fall in ganz Deutschland oder Europa umherreisen.

Was Kunden wollen

Das größte Wachstum verspricht sich die Branche von der Organisations- und Prozessberatung, dicht gefolgt von weiteren Aufgabenfeldern:

  • 8,1% Organisations- und Prozessberatung
  • 7,9% IT-Beratung
  • 6,8% Strategieberatung
  • 5,7% Human-Resources-Beratung

Leben aus dem Koffer?

 

Der Arbeitsalltag eines Beraters spielt sich zwischen Rollkoffern und Duty-Free-Shops ab. Internationale Projekteinsätze gehören zum selbstverständlichen Berufsbild eines Beraters – insbesondere als „Junior Consultant“. Eine klassische Woche als Berater beginnt montags am Flughafen, am Bahnhof oder im Auto. Das Ziel: der Firmensitz des Kunden. Dort verbringt der Consultant die kommenden vier Tage. Freitags wird vom Heimatstandort gearbeitet – meistens zumindest.

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