Faktencheck

Wusstest du, dass das Entdecken manchen Menschen im Blut liegt? Und dass unweit der ING-DiBa in Nürnberg der älteste Globus der Welt steht? Entdecke diese und weitere Fakten.

Das Entdecker-Gen

 

Wie sieht es auf der nächsten Insel aus? Was verbirgt sich hinter dem Berg? Wohin führt der verwinkelte Weg? Ein bestimmtes Gen soll solche Fragen in Menschen hervorrufen: DRD4-7R. Rund 20 Prozent aller Menschen tragen dieses Entdecker-Gen in sich. Sie neigen eher dazu, Risiken auf sich zu nehmen, und sind besonders aufgeschlossen für Neues. Chuansheng Chen von der University of California in Irvine kam 1999 zu dem Schluss, dass DRD4-7R in hochmobilen Kulturen weiter verbreitet ist als in sesshaften Gesellschaften. Eine Studie von 2011 ergab, dass das Gen häufiger in solchen Kulturen vorkommt, deren Vorfahren von Afrika aus eine längere Strecke zurückgelegt haben.

Ein Wort wandert um die Welt

 

Im Mittelalter sprachen die Deutschen schon von Wanderlust. War ursprünglich die reine Lust am Wandern gemeint, verschob sich die Bedeutung Jahrhunderte später in Richtung Fernweh – einem Leit­motiv der Romantik. Künstler fassten die Wanderlust in Gedichte, Lieder und Gemälde. 1902 tauchte der Begriff erstmals im Englischen auf und feierte mittlerweile seinen internationalen Durchbruch. R.E.M. widmeten der Wanderlust einen Song; er beschreibt das Lebensgefühl der Backpacker, Aussteiger und Reiseblogger.

Rundherum in meiner Stadt

 

Diesen Titel trägt das erste deutsche Wimmelbilderbuch. 1968 gingen Kinder in dem Werk von Ali Migutsch erstmals auf Entdeckungsreise. Der Illustrator stellt darin viele kleine Alltagsszenen nach, die sich zu einem großen Bild vereinen. Die weltweit am meisten verkauften Wimmelbilderbücher stammen aus der Reihe „Wo ist Walter?“ des Briten Martin Handford. Ziel ist, in den detailreichen Bildern, die Hauptfigur Walter in seinem rot-weiß gestreiften Pulli zu entdecken.

Die Erde, ein Apfel

 

Am ING-DiBa-Standort Nürnberg findet sich der älteste noch erhaltene Globus: Der Behaimsche Erdapfel von 1493 ist im Germanischen Nationalmuseum zu bestaunen. Der Clou: Der vom Nürnberger Ritter Martin Behaim hergestellte Globus zeigt die damals bekannte Welt noch vor der Wiederentdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Europa und der Mittelmeerraum sind am genausten dargestellt, gefolgt von der Westküste Afrikas. Doch je weiter man nach Osten kommt, desto ungenauer und verzerrter wird das Bild. Im Pazifik tummeln sich vor allem Fabelinseln.  

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Unser unsichtbarer Schutzschild

Eine beruhigende Entdeckung: Ein unsichtbarer Schutzschild um die Erde bewahrt uns vor energiereichen Elektronen aus dem All. Dies fand 2014 ein Forscherteam um Daniel Baker von der University of Colorado heraus, als sie den sogenannten Van-Allen-Gürtel untersuchten, die die Erde umgeben. Der Schutzschild stoppt 12.000 Kilometer über der Erde Elektronen, die sich bis zu 500 Millionen Kilometer pro Stunde schnell bewegen. Baker hat in einer 2017 veröffentlichten Studie den Grund dafür festgestellt: VLF-Radiosignale, die vor allem der Kommunikation mit U-Booten dienen.

Die Entdeckerin im Hintergrund

 

Für ihre Erkenntnis erhielten sie 1962 den Nobelpreis: Die Molekularbiologen James Watson und Francis Crick haben die Doppelhelix-Form unseres Erbguts nachgewiesen. Dies ermöglichten ihnen Aufnahmen einer Frau: Rosalind Franklin entwickelte ein Verfahren, um Röntgenbilder in höchster Qualität zu erstellen. Damit erzielte sie die zu ihrer Zeit klarsten Aufnahmen unserer DNA. Watson und Crick schauten sich die Bilder ohne Franklins Wissen an und zogen daraus die richtigen Schlüsse. In ihren Nobelpreis­reden erwähnten Watson und Crick die vier Jahre zuvor verstorbene Rosalind Franklin jedoch mit keinem Wort.

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